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Wird die Riesling – Idylle durch die Moselbrücke zerstört?
Der deutsche Riesling ist ein wahrer Exportschlager. Weltweit wird unser Riesling in allen Weinkreisen in höchsten Tönen gelobt und geschätzt. 

 

Nirgends bekommt man weltweit qualitativ zu hochwertigen Riesling wie aus dem Anbaugebiet an der Mosel in Rheinland-Pfalz. Die hiesigen Winzer an der Mosel sind mittlerweile zu globalen Unternehmern geworden, denn der Absatzmarkt und die Nachfrage für den deutschen Riesling steigt von Jahr zu Jahr, trotz wechselhafter Erntebedingungen. Erst im letzten Jahr stand der Riesling wieder im Mittelpunkt diverser Weinmessen. Der deutsche Riesling zeichnet sich dabei durch eine besonders markante Säure und Frische aus und hat zudem einen hohen Mineralitätsgeschmack aus. Doch die Idylle trügt.
 
Winzer an der Mosel, wie auch Weinliebhaber-  und Abnehmer sind besorgt. Sie fürchten um den Riesling – Standort an der Mosel oder besser gesagt um den deutschen Riesling – Standort. Die angekündigte Mosel – Brücke durch das bekannte Weinanbaugebiet sorgt seit einiger Zeit in der Öffentlichkeit für großen Unmut. Die ansässigen Winzer fürchten um die Zerstörung ihrer Anbaugebiete, zumindest aber über negative Veränderungen für den Riesling. Die gigantische Brücke ist ein gigantisches Projekt der Landesregierung, zwei strukturschwache Regionen über eine Brücke verkehrstechnisch zu erschließen. Die Mosel – Region soll dabei wirtschaftlich wie auch touristisch neue Anreize bieten. Doch das Projekt ist dermaßen unbeliebt, dass negative Folgeerscheinungen nicht auszuschließen sind. Die deutsche Weinlobby ist groß.
 
Fast hat man das Gefühl, beim deutschen Riesling handelt es sich um ein nationales Kulturgut mit Weltkulturerbe - Charakter. Tatsächlich haben Experten errechnet, dass der Bau der 160 hohen Brücke den Wasserhaushalt und damit die grundlegende Wasserversorgung der Riesling – Gebiete verändern würde, von dem tiefgreifenden Eingriff in die restliche Natur abgesehen. Eine Touristenverschönerung sieht anders aus. Doch die unbeliebte Landesregierung schmiert der Riesling – Lobby Honig um den Mund. Das Projekt von europäischer Bedeutung werde Arbeitsplätze schaffen. Doch diese Argumente verpuffen angesichts der wirtschafltichen Angst (wie hier) um den Absatzmarkt eines ihrer besten Riesling – Gebiete weltweit.
 
 
Autor:    Heiko Konradt
 
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