| Vergessene Hosen: die Heerpauke |
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Historische Hosen gab es über die Jahrhunderte wirklich viele. Einige Hosen tauchten auf und wurden durch ihr Verschwinden wieder Vorreiter für andere Hosen.
Eine solche Vorgängerhose war die HEERPAUKE.
Diese Art Hose wurde erstmals am spanischen Königshof getragen. Sie
setzte sich im Laufe des 16. Jahrhunderts als klassische Männerhose
durch und trat den Siegeszug bis ins 18. Jahrhundert auch im restlichen
Westeuropa an.
Die Heerpauke war eine stark gepolsterte, kurze Hose, die den halben Oberschenkel bedeckte. Die Hosenbeine plusterten sich aufgrund der dicken Polsterung kugelförmig auf. Dieses wurde zunächst durch die Polster in den Hosen selbst, als auch durch besonders gepolsterte Unterhosen erreicht, die unter der Heerpauke getragen wurden. Diese rundlichen Hosen wurden durch besondere Verzierung noch auffälliger gestaltet. Die Ballonbeine wurden eingeschnitten und diese dann durch anders farbige Stoffe unterlegt. Diese Stoffe wurden zumeist so gewählt, dass sie auf jeden Fall kostbarer waren, als der Rest der Hosenstoffe. So blitzten die teuren Stoffe durch die Einschnitte hervor und verrieten dem Betrachter, dass der Träger dieser Hosen wohl recht wohlhabend sein musste. Zur Heerpauke wurden entweder lange Seidenstrumpfhosen oder Seidenstrümpfe getragen, die den Rest des Beines abdeckten. Am spanischen Hof hielt sich die Heerpauke am längsten. Hier wurden die extrem auffälligen Hosen, im laufe der zeit natürlich leicht abgewandelt bis weit ins 18. Jahrhundert getragen. Während in anderen europäischen Ländern inzwischen schon andere Hosenmoden üblich waren. In Deutschland ging der Trend zum Beispiel zur Pluderhose. Diese Hosen waren ganz ähnlich der Heerpauken. Sie wurden aber nicht gepolstert, sondern hingen einfach nur herab. |
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